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Behindert und Hund – aus Sicht eines Hundes –

Von Assi | 12.November 2007

Mein Name ist "Alex vom Schwanensee" genannt Strolch und ich bin ein wasch- echter Beagle. Als ich zu meinem Frauchen kam, war ich gerade zwölf Wochen alt und ziemlich krank, aber das bekam Frauchen dank unseres superlieben Tierarztes schnell in den Griff. Mein Frauchen lief schon immer etwas komisch, sie sagte von Geburt an und heute weiß ich, dass sie behindert ist. Ganze 100% hat sie (was auch immer das ist) und seit einem Wadenbeinbruch im Jahr 2003, ist sie auch noch total an ein Hilfsmittel namens Rollator gefesselt. Die ersten Jahre tat mir mein Frauchen richtig Leid! Sie war dauernd niedergeschlagen, traurig und zog sich sehr zurück, aber dann kam ich! Da ich Frauchens erster Hund bin (ihr wahr gewordener Kindheitstraum) und sie natürlich nichts falsch machen wollte in meiner Erziehung, ging es irgendwann ab in Hundeschulen bzw. zu Hundetrainern. Naja, wir haben einige ausprobiert und waren oftmals echt enttäuscht über sehr fragwürdige Methoden. Nach einigen Jahren Pause dann bekam Frauchen von ihrer Freundin einen super Tipp über einen Hundeplatz in Spandau. Wir haben gar nicht lange überlegt und sind sofort nächsten Samstag hin zum Probetraining Und was soll ich euch sagen, es war ein voller Erfolg! Die Trainerin ist super und geht ganz gezielt und mit viel Geduld und Spaß auf die Bedürfnisse von mir und vor allen auf Frauchens Behinderung ein. Das heißt, wir machen alles so mit, wie die Anderen auch, aber wenn mal etwas auf Grund der Behinderung nicht so nach Plan geht, werden sofort Alternativen gesucht! Es macht uns irre Spaß und mein Frauchen lacht seit dem auch viel mehr und hat `ne Menge Selbstbewusstsein entwickelt, so dass wir seit fast einem halben Jahr den Hundeführerschein haben! Solche Sprüche wie "Ja, ja behindert aber `nen Hund" prallen mehr und mehr an Frauchen ab, da sie mittlerweile genau weiß, dass sie mit beiden Beinen fest im Leben steht und unser Vertrauen zueinander ist unumstößlich! Frauchen sagt, das sie das alles mir zu verdanken hat, da sie ohne mich gar keinen Lebensinhalt hätte! Wir waren auch schon auf vielen Ausstellungen und Hunderennen, wo ich immer super abgeschnitten habe (alles nur aus purem Spaß) und Frauchens Wand und Regal schmücken einige Urkunden und Pokale, auf die sie zu Recht super stolz ist. Also liebe Hundekumpels, egal ob Beagles, andere Rassen oder Mixe, wenn Ihr ein behindertes Frauchen oder Herrchen habt, meldet euch bei Audrey Paulsen und mitmachen. Ich verspreche euch echt tierisch viel Spaß! Behindert und Hund Danke Frauchen, dass es Dich gibt und Du mich so sehr liebst, was Du mir ja auch bei jeder Gelegenheit sagst und zeigst! Dein Strolch

Topics: Allgemein | 1 Kommentar »

Ein Kommentar to “Behindert und Hund – aus Sicht eines Hundes –”

  1. Rollenspielprojekte: VampirE und private Blogs « Seitenhiebe meint:
    18.Dezember 2007 at 07:08

    [...] eines Charakters aus unserer Live-Domäne. Passt leider zu keinem meiner Charis, aber nachdem es Hunde-Weblogs gibt, warum nicht für eine fiktive Person eines [...]

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